Mein ganz persönlicher Heilungsweg

Interview

Was waren prägende Situationen auf Deinem Weg?

In meiner Kindheit und Jugend gab es 2 sehr prägende Ereignisse: Im Alter von 3 Jahren ein Klinikaufenthalt, der mich stark traumatisiert und mein Urvertrauen sowie meine Bindungsfähigkeit maßgeblich beeinflusst hat. Mein Nervensystem war seit dieser Zeit unter Dauerstress. Jahrzehnte später äußerte sich diese Situation auch in Form von Angst- und Panikattacken.

Bis in die 1980-er Jahre war es üblich, dass selbst kleine Kinder und sogar Säuglinge völlig allein auf sich gestellt waren. Es gab strikte Besuchszeiten von nur 2 Stunden pro Tag für die Eltern. Heute unvorstellbar!

Als 14-Jährige erlebte ich den frühen Krebstod meines Vaters. Alles ging sehr schnell, niemand hatte damit gerechnet und so konnte ich mich nicht einmal mehr von ihm verabschieden. Auch diese traurige und traumatische Erfahrung blieb sehr lange Zeit emotional unverarbeitet. Die tiefe Trauer konnte ich erst sehr viel später bewusst zulassen und fühlen, auch diese Tränen weinte ich erst Jahrzehnte später.

Der Glaubenssatz, dass ich mich nur auf mich selbst verlassen kann und alles alleine schaffen muss, war seither – zunächst unbewusst – ein steter Begleiter in meinem Leben. Dies spiegelte sich sowohl in meinem Beruf als selbständige Finanzberaterin, wie auch in meinen Partnerschaften wider. Ich war eine Kämpferin, gab stets mein Bestes und versuchte immer, alles alleine zu stemmen, um nicht von anderen abhängig zu sein.

Ich arbeitete unglaublich viel, getrieben von einer – auch zunächst unbewussten – tiefen Existenzangst. Privatleben und eine eigene Familie zu gründen, blieben auf der Strecke. Ich folgte lange meinem Verstand, anstatt auf mein Herz zu hören und war von meiner Gefühlsebene abgeschnitten.

Als Folge musste ich irgendwann feststellen, dass ich in keinem Lebensbereich wirklich (!) erfüllt und glücklich war. Ich reiste sehr viel, war unternehmungslustig, sportlich und gesellig, vielseitig interessiert und dennoch war in der Tiefe dieses Gefühl vorhanden, dass etwas fehlt!

Die Suche nach dem Sinn des Lebens, meiner wirklichen Berufung und Seelenaufgabe, wahrem Glück, Erfüllung, Lebensfreude und echter Verbindung – zu mir selbst und zu anderen Menschen – begann.

Wie bist Du zu Deiner heutigen Arbeit gekommen?

Es war schon sehr lange mein Wunsch, andere Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und zu unterstützen – jenseits meiner Tätigkeit als Beraterin bei finanziellen und beruflichen Themen. Ich wollte einen sinnvollen Beitrag in dieser Welt leisten!

Gesundheitsthemen, Pädagogik, Psychologie, Persönlichkeitsentwicklung sowie alles rund um Natur und heimische Wildpflanzen interessierten mich sehr, so dass ich vor über 25 Jahren damit begann, mich intensiver damit zu beschäftigen. Es folgten viele Seminare, Workshops sowie auch Ausbildungen im In- und Ausland.

Auch Spiritualität und vor allem Medialität faszinierten mich. Was liegt jenseits der sichtbaren und anfassbaren Welt? Den Dingen „zwischen Himmel und Erde“ näher zu kommen, begleitet mich seit fast 15 Jahren. Ich wollte mich, meine Verhaltensmuster, Prägungen und deren Auswirkungen auf mein Leben erforschen und lernen, wie ich selbst mein Leben (wieder) in die Hand nehmen und positiv beeinflussen kann, anstatt lediglich zu funktionieren.

Bewusst meiner Herzensstimme zu folgen, sie zunächst überhaupt einmal wahrzunehmen und ihr Raum zu geben, war ein jahrelanger Lernprozess.

Die Möglichkeiten, mit seinem Herzen bzw. seiner inneren Weisheit auf der energetisch-feinstofflichen Ebene Kontakt aufzunehmen, sind vielfältig. Mir selbst gelingt dies am besten über Tarot-Karten als Impulsgeber, aber meine absolute Lieblingsmethode ist das sogenannte „Intuitive Schreiben“. Den Kopf aus- und das Herz anschalten. Wieder meinem Bauchgefühl und meiner Intuition vertrauen lernen – jenseits des Verstands.

Über das Schreiben ist es mir möglich, auch in das Energiefeld anderer Menschen, aber auch von Tieren und Pflanzen einzutauchen. Die Kontaktaufnahme mit Verstorbenen (Jenseitskontakte) ist so ebenfalls möglich.

Ich durfte lernen, und diesen für mich völlig neuen Gedanken zulassen sowie verinnerlichen, dass der Tod – zumindest auf der feinstofflichen Ebene – nicht das Ende ist. In meiner Wahrnehmung gibt es ein unsterbliches Bewusstsein - die “Seele”. Anfangs war das zunächst eine ganz neue Sichtweise auf das Leben und den Tod. Manchmal fand ich all das auch etwas unheimlich, inzwischen ist es ein ganz „normaler“ Aspekt. Zu diesem Themenbereich gibt es unglaublich spannende wissenschaftliche Studienergebnisse und ein Buch von Prof. Dr. Oliver Lazard.

Der Tod gehört zum Leben dazu, und es ist sehr heilsam, ihn nicht zu verdrängen, sondern in das Leben zu integrieren, so widersprüchlich das vielleicht klingen mag.

All das war zunächst nur ein interessantes Hobby.

Gab es einen Wendepunkt in Deinem Leben, der Dich zur Begleitung von Menschen geführt hat?

Der absolute Wendepunkt kam total unerwartet und völlig abrupt. Ich wurde von heute auf morgen sehr krank. Ab diesem Tag begleitete mich eine nicht enden wollende Erschöpfung sowie Angst- und Panikattacken. Ich fühlte mich komplett kraftlos, permanent unwohl, und die Ärzte waren ratlos. Es folgten Infusions- und Sauerstofftherapien um meinen Körper von Schwermetallen zu entgiften und meine Mitochondrien zu stärken.

Peu à peu entwickelte ich selbst ergänzend – da die medizinischen und traumatherapeutischen Behandlungen zwar eine Verbesserung brachten, aber keine völlige Heilung – meinen eigenen Weg der Selbstheilung: „Den Weg des Fühlens“.

In vielen kleinen Schritten, mit viel Geduld und Durchhaltevermögen, gelang es mir, wieder völlig gesund zu werden. Inspiriert durch den „Selbstkontakt“, den ich in den Jahren davor in Seminaren und bei meiner Ausbildung zum Transformationscoach bei Gerd Bodhi Ziegler in seiner Lebensschule Neuland kennengelernt hatte, und bereits seit 2018 regelmäßig im Alltag anwendete, schaffte ich es, auf einer tiefen Ebene – von innen – zu heilen.

Der Weg des Fühlens brachte die entscheidende positive Wende zurück in die emotionale, mentale und körperliche Gesundheit. Der Körper ist immer der Spiegel der Seele – davon bin ich inzwischen zutiefst überzeugt! Krankheiten sind, aus meiner Sicht, stets ein Hinweis auf unverarbeitete Emotionen auf der Gefühlsebene und, daraus resultierend, unbewussten und ungesunden Glaubenssätze oder Blockaden auf der mentalen Ebene.

Die nachträgliche Heilung meines verletzten Inneren Kindes, war auf diesem Weg ein zentraler Aspekt. Das Innere Kind symbolisiert die in der Kindheit erworbenen Verhaltensweisen und Muster im Fühlen, Denken und Handeln. Es ist ein Sinnbild für alle emotional unverarbeiteten Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens – insbesondere während der frühen Kindheit – in uns tragen.

Was ist Deine Mission – was willst Du in die Welt bringen?

Ich möchte den Menschen zeigen, dass sie immer selbst etwas tun können, um gesund, glücklich und erfüllt zu sein – sei es gesundheitlich, familiär, in der Partnerschaft, beruflich oder finanziell. Wir sind selbst für uns verantwortlich. Jeder Mensch kann sein Leben eigenverantwortlich auf einen guten Weg bringen.

Alles, was im außen passiert – die sogenannten „Trigger“, die uns emotional unangenehm berühren – dient uns, um zu erkennen, dass es noch verletzte emotionale Anteile oder unbewusste negative Glaubenssätze in uns gibt. Wir sind nicht Opfer der äußeren Umstände oder anderer Menschen – auch wenn es manchmal so erscheinen mag – sondern können unser Leben selbst bewusst gestalten.

Dafür braucht es einen bewussten Entschluss, Mut, Geduld und Durchhaltevermögen.

Der Weg des Fühlens verbindet uns in vielen kleinen Schritten wieder mit uns selbst und mit unserem Herzen. Er unterstützt uns dabei, gut für uns zu sorgen, für unsere Bedürfnisse einzustehen und uns bei Bedarf auch abzugrenzen. Ein NEIN im außen ist gleichzeitig immer ein JA für mich selbst.

Ich möchte meinen Klientinnen und Klienten zeigen, wie sie das Leben, das sie sich erträumen, selbst kreieren und gestalten können.